WAS MACHEN AUFSICHTSRÄTE IN IHRER FREIZEIT?

Manager und Aufsichtsräte – haben die überhaupt mal Freizeit? Allzu viel ist es wohl nicht – schon gar nicht in der Finanzbranche. Da können jüngsten Berichten zufolge viele Mitarbeiter bereits froh sein, wenn sie mal ein Wochenende außerhalb des Büros verbringen dürfen.

Die spärliche Freizeit möchten viele möglichst intensiv nutzen – bloß wie? Boris Groysberg von der Harvard Business School und Deborah Bell befragten 1000 Verwaltungsräte, Vorstände und Aufsichtsräte aus 59 Ländern zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.

Ganz weit vorn landete der Sport: Bei den Herren steht dieser an oberster Stelle. Auch bei den Damen in Australien und Nordamerika ist das so. Die Damenwelt in Europa und Asien aber setzt andere Schwerpunkte: Kunst und Kultur steht hier auf Platz eins der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass fast alle Aufsichtsräte und Top-Manager, egal ob männlich oder weiblich, mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden verbringen wollen. Einzige Ausnahme: die Damen in Asien. Haben die etwa genug von ihrer Familie und ihren Freunden? Oder werten sie diese nicht als Hobby?

Golf spielen ist übrigens – wenig überraschend – bei der Zielgruppe der Aufsichtsräte und Top-Manager sehr beliebt. Fast die Hälfte der männlichen und rund 20 Prozent der weiblichen „Directors“ in Nordamerika stehen in ihrer Freizeit gern auf dem Green. Das Schlusslicht bei den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen bildet übrigens der Bereich Religion. Was überrascht: Bei den Herren hat dieser Bereich sogar noch etwas mehr Bedeutung als bei den Damen. Fassen wir also zusammen: Golf statt Gott, Kunst statt Kirche und Kumpels statt Konfession. Na dann: Halleluja!

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